ⓦ 476 Analog ist kein Stil, sondern eine Haltung mit Jan Ruelfs von Foto Brell aus Bonn
Jan geht es nicht nur um analoge Filmentwicklung und Scans, ihm geht um Verantwortung, Handwerk und die Frage, was Bilder eigentlich bleiben dürfen.
⚡️ Kurz & Knapp
Der Film ist nicht tot
Technik ist nie neutral
Bewahren statt nur produzieren
🧠 Deep Dive
Jan Erik Ruelfs erzählt aus einer Welt, in der Fotografie immer auch Betrieb, Material und Erinnerung bedeutet. Er beschreibt, wie er in einem Familienunternehmen aufgewachsen ist, das seit Jahrzehnten Labor, Laden und Studio verbindet, und wie daraus kein einzelner Beruf, sondern ein ganzes Feld geworden ist. Besonders eindrücklich ist seine Haltung zur analogen Fotografie: Sie ist für ihn kein nostalgischer Sonderweg, sondern eine bewusste Form des Sehens und Handelns.
Spannend ist auch der technische Blick hinter die Kulissen. Dominika Pancewicz und ich erfahren, warum bestimmte Scans schneller oder langsamer sind, weshalb Planfilm anders behandelt werden muss und warum alte Maschinen heute fast nur noch durch Pflege und Ersatzteillager überleben. Gleichzeitig wird klar, dass sich die Branche verändert hat: weniger Masse, mehr Spezialisierung, mehr Handarbeit, mehr Verantwortung.
Am schönsten wird die Folge dort, wo Technik wieder menschlich wird. Jan spricht über Familie, Lieblingskameras, seine Tochter, den Stammtisch in Bonn und die Freude am Austausch mit anderen Fotobegeisterten. Daraus entsteht ein Bild von Fotografie als Gemeinschaft, als Chronik und als etwas, das nicht laut sein muss, um wichtig zu sein.
⏱️ Zeitstempel und Kapitel
00:00 Aufwachsen im Familienlabor
05:06 Hinter den Kulissen im Fotolabor: Filmentwicklung, Scans und Auflösungen
13:26 Es gibt nur noch gebrauchte Entwicklungsmaschinen
18:51 Im Fotolabor: Ich sehe nur die Belichtung
23:42 Tipps für analoge Fotografie und gebrauchten Kameras
31:02 Besonderheiten bei alten Filmen und deren Entwicklung
35:18 Tipps: Scans, Abzüge und Negative
37:10 Langzeitspeicherung und Datensicherheit von Negativen
39:20 Wettbewerb im Fotolobor-Markt
42:36 Mal eben eine Entwicklermaschine im Vorbeifahren gekauft
47:38 Stammtisch im Profoto Studio Brell in Bonn
48:48 Privat nur Rolleiflex, Hasselblad und Minolta X700
59:27 Lieblingsfilme: Porta 400 color und Fujifilm Acros sw
01:03:47 Tipp: Belichtung mit Lichtwerten (EV) meistern
01:08:39 Nachbearbeitung und Bildbearbeitung
01:11:22 Tipps für Kamera An- und Verkauf https://fotobrell.com/analoge-spiegelreflexkamera/
01:15:21 Schöner Ausflug nach Bonn
01:16:58 Ausstellungstipp: Museum für Kunst und Gewebe in Hamburg - Hans Hansen
01:19:51 Feedback und Spende
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🇩🇪 Wenn Bilder bleiben dürfen
In dieser Folge geht es um den Kern der analogen Fotografie: Aufmerksamkeit, Material, Geduld und ein sehr bewusstes Verhältnis zum Bild. Jan Erik Ruelfs nimmt uns mit hinter die Kulissen seines Labors, das nicht nur Filme entwickelt, sondern ein ganzes Wissen um Technik, Pflege und Bildkultur bewahrt. Beim Film geht es nicht um einen „Look“ geht, sondern um Prozesse, Entscheidungen und die Frage, wie viel Kontrolle man beim Fotografieren abgeben will.
Besonders spannend sind die Einblicke in den Arbeitsalltag eines Fotolabors: vom Eingang des Films über die Entwicklung bis zum Scan, von Planfilm bis Schwarzweiß, von alten Kameradefekten bis zur Frage nach Langzeitarchivierung. Gleichzeitig bleibt das Gespräch persönlich und nah, wenn es um Familie, Lieblingskameras, den Stammtisch in Bonn und die Freude an Begegnungen geht. So entsteht eine Folge, die nicht nur informiert, sondern auch ruhig macht und Lust auf den eigenen analogen Blick weckt. Was würdest du an deinen Bildern bewahren wollen, wenn sie einmal wirklich für die Zukunft gedacht wären?
🇬🇧 When images are allowed to stay
This episode is about the heart of analog photography: attention, material, patience, and a very deliberate relationship with images. Jan Erik Ruelfs takes us behind the scenes of a lab that does more than develop film — it preserves technical knowledge, maintenance, and a whole culture of making pictures. Very quickly, it becomes clear that film is not just a “look,” but a chain of processes, decisions, and questions about how much control we want to keep while shooting.
The most compelling parts are the insights into daily lab work: from receiving film to development and scanning, from sheet film to black-and-white, from old camera faults to the long-term life of negatives. At the same time, the conversation stays personal and warm when it turns to family, favorite cameras, the Bonn meetup, and the joy of meeting other photo enthusiasts. The result is an episode that informs without rushing and invites us to look more carefully at our own images. What would you preserve in your photographs if they were truly meant for the future?
🏷️ Schlagworte
Fotografie, Analog, Film, Fotolabor, Archiv, Wahrnehmung, Handwerk, Erinnerung, Kreativität, Podcast, Darkroom, Scanning, Familiengeschichte, #analogphotography, #filmphotography, #Gebrauchtmarkt

