ⓦ 461 Zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden - Street Melancholy und Urban Ghosts by Stefan Czurda

Stefan Czurda ist Streetfotograf aus Wien – aber keiner, der das urbane Leben dokumentiert, wie man es kennt. Seine Bilder zeigen Menschen in Bewegung, oft verschwommen, reduziert auf Gesten, Haltungen und Stimmungen. „Urban Ghosts“ und „Street Melancholy“ heißen seine Serien – und diese Titel sind Programm.

Was bei anderen ein Fehler wäre, ist bei Czurda ein bewusstes Stilmittel: Bewegungsunschärfe wird zur visuellen Sprache. Sie lässt Menschen geisterhaft erscheinen, anonym und doch emotional präsent. Czurda arbeitet nah an seinen Motiven, meist mit Weitwinkel, immer in Bewegung – genauso wie die Menschen, die er fotografiert. Das Ergebnis sind Bilder, die weniger zeigen, dafür mehr spüren lassen.

Czurdas Fotografie geht es nicht um spektakuläre Augenblicke. Ihn interessieren kurze, oft übersehene Momente der Nachdenklichkeit – Bruchteile von Sekunden, in denen sich Einsamkeit, Müdigkeit oder innere Stille zeigen. In einer Welt permanenter Ablenkung versteht er seine Arbeit auch als Einladung zur Empathie: genauer hinzusehen, langsamer zu werden.

Neben der anonymen Streetfotografie entwickelt Czurda auch konzeptionelle Serien. „Her Journey“ erzählt in vier Jahreszeiten die innere Reise einer Frau – inszeniert, aber offen, persönlich und atmosphärisch. Hier verbindet sich Zufall mit Planung, Beobachtung mit Intuition.

Czurdas Arbeit ist geprägt von Serien, Reflexion und bewusster Reduktion. Er glaubt nicht an den schnellen Stil, sondern an Entwicklung. Genau diesen Ansatz gibt er auch in Coachings weiter: Fotografie als Spiegel der eigenen Persönlichkeit.

⏱️ Zeitstempel und Kapitel

  • 00:00 Streetfotograf Stefan Czurda aus Wien

  • 01:58 Urban Ghosts & Street Melancholy

  • 04:44 Vorbilder und Neuanfang mit einer Leica

  • 07:57 Bewegungsunschärfe und ihre Bedeutung

  • 11:00 Emotionen und persönliche Ausdrucksformen

  • 13:57 Das Bild mit dem Mann im Hut

  • 17:01 Die Vergänglichkeit von Momenten

  • 20:02 Technik und Herangehensweise in der Fotografie

  • 22:44 Die Kunst der Unvorhersehbarkeit in der Fotografie

  • 29:28 Her Journey - Vier Jahreszeiten mit Marjetta

  • 37:04 Emotionen und Melancholie in der Fotografie

  • 45:58 Farben und Emotionen in der Fotografie

  • 48:13 Analoge vs. Digitale Fotografie

  • 50:23 Bilder aus der Kamera vs. KI

  • 53:32 Coaching und konzeptionelle Fotografie

  • 59:09 Zukünftige Projekte und Serien

  • 01:03:40 Ankündigung: Der Charme alter Kameras mit Frank Fischer

  • 01:05:27 Danke für eure Unterstützung

  • Danke auch an Stefan Kreienbrock https://www.le-magazine.de/Ausgaben/


Ich freue mich, wenn ihr ein paar € in die Kasse werft. Denn das Hosting, Webseite, Videos und Clouddienste kosten echtes Geld. Weekly52 ist und bleibt non-profit und für euch kostenlos. Daher klickt auf den Button, damit zeigt ihr eure Wertschätzung und haltet motiviert. Danke ♥️


🇬🇧 Between visibility and disappearance - Urban Ghosts by Stefan Czurda

Vienna-based street photographer Stefan Czurda doesn’t document the city in the classical sense. His images show people in motion—blurred, abstracted, reduced to gestures and moods. Series like Urban Ghosts and Street Melancholy capture figures that seem to fade away, yet feel deeply human.

For Czurda, motion blur isn’t an accident—it’s a deliberate visual language. By moving with his subjects and working at close range, he creates images that feel ghostly and anonymous, while still carrying emotional weight. Faces dissolve, but expressions remain.

Czurda isn’t chasing dramatic moments. He’s interested in fleeting states of mind: brief instances of introspection, fatigue, or quiet sadness. In a hyper-distracted world, his photography becomes an invitation to slow down and notice emotions—both in others and ourselves.

Beyond candid street work, Czurda develops long-term conceptual projects. Her Journey tells the fictional inner journey of a woman through four seasons—less spontaneous, more reflective, yet still rooted in atmosphere and intuition.

For Czurda, photography is not about style-hunting but about self-discovery. He believes visual language evolves through repetition, reflection, and honest editing. This philosophy also shapes his coaching work, where he encourages photographers to develop a style that truly reflects who they are.

🏷️ Schlagworte

Streetfotografie, Bewegungsunschärfe, Melancholie, Urban Ghosts, Fotografie als Prozess, Bildsprache, Emotion, Wahrnehmung, Serienarbeit, Kreativität, Empathie, Fotokunst, Wien, Persönlichkeit, Slow Looking, Wien

Weiter
Weiter

ⓦ 460 🎬 Nackt, verletzlich, frei: Wie Fotografie zur Selbstheilung werden kann mit Petra Gerwers und Jürgen Bode