ⓦ 459 Fotografie zwischen Nähe, Vertrauen und leisen Momenten mit Sandra Mago

In dieser Folge spricht Thomas mit der Fotografin Sandra Mago über eine Fotografie, die nicht laut sein will – sondern ehrlich. Sandra erzählt, wie sie zur People- und Paarfotografie gefunden hat und warum sie echte Nähe nur dann sichtbar machen kann, wenn sie selbst einen Schritt zurücktritt. Ihre Bilder entstehen nicht durch Posen oder Anweisungen, sondern durch Beobachtung, Vertrauen und Zeit.

Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine fotografische Serie eines echten Paares an der Ostsee. Statt klassischer Inszenierung begleitet Sandra die beiden still – als Beobachterin. Genau daraus entstehen Bilder, die Zuneigung, Verlässlichkeit und emotionale Sicherheit zeigen. Keine Show, kein Drama, sondern Verbundenheit. Diese Erfahrung hat Sandras Blick auf ihre eigene Arbeit nachhaltig geprägt und ihren Wunsch verstärkt, noch stärker mit echten Beziehungen zu arbeiten.

Ein zentrales Thema ist Sandras bewusste Entscheidung für Schwarz-Weiß-Fotografie. Farbe würde für sie ablenken, Emotionen überlagern. Monochrom zu fotografieren bedeutet für sie Reduktion – auf Ausdruck, Gestik, Nähe. Dass sie ihre Bilder oft schon „fertig in der Kamera“ denkt, passt zu dieser Haltung.

Sandra versteht Fotografie nicht als Dienstleistung, sondern als persönlichen, kreativen Raum. Der Verzicht auf Auftragsdruck gibt ihr Freiheit – und genau diese Freiheit spürt man in ihren Arbeiten. Auch ihre Annäherung an die analoge Fotografie folgt diesem Gedanken: Entschleunigung, Haptik, bewusste Entscheidungen.

Besonders spannend wird es, wenn es um Interpretation geht. Ein Bild erzählt nie nur eine Geschichte – sondern viele. Was die Fotografin sieht, unterscheidet sich oft von dem, was Betrachter:innen empfinden. Genau darin liegt für Sandra die Magie.

Diese Folge ist eine Einladung, Fotografie als Beziehung zu verstehen – zwischen Menschen, Licht und Moment.

⏱️ Zeitstempel und Kapitel

  • 00:00 Sandra Mago: Momente des Vertrauens im Le Magazine

  • 03:16 Die Bedeutung von Vertrauen in der Pärchenfotografie

  • 08:28 Die Rolle von Emotionen und Momentaufnahmen

  • 11:40 Die Herausforderungen und Freuden der Outdoor-Fotografie

  • 13:37 Schwarz-Weiß-Fotografie und persönliche Stilfindung

  • 17:23 Die besondere Beziehung zwischen Geschwistern in der Fotografie

  • 20:54 Instagram Reels, Feedback und die stille Leserschaft

  • 28:26 Kreative Prozesse und Ideen

  • 31:29 Aktfotografie, Verletzlichkeit & Verantwortung

  • 36:55 Bearbeitung und Entwicklung von Bildern

  • 38:42 Der Reiz der analogen Fotografie

  • 42:55 Emotionen und Entschleinigung mit meinem 85er Objektiv

  • 49:23 Die Bedeutung von Perspektiven in der Fotografie

  • 51:31 Ausstellungen und Publikationen

  • 54:48 Männliche Models in der Fotografie

  • 01:00:11 Inspiration durch andere Fotografen

  • 01:01:31 Musik und Fotografie: Eine kreative Verbindung

  • 01:07:01 Vorbilder und künftige Projekte in der Fotografie

  • 01:10:35 Mein perfektes Bild mit Suse und Linda

  • 01:14:06 Feedback und Spenden


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🇬🇧 Between Trust, Intimacy, and Quiet Moments

In this episode of weekly52, Thomas talks with photographer Sandra Mago about a form of photography that doesn’t aim to impress, but to connect. Sandra shares how she found her way into people and couple photography – and why real intimacy can only emerge when the photographer steps back.

The conversation begins with a photographic series of a real couple at the Baltic Sea. Instead of directing or posing, Sandra remains a quiet observer. What emerges are images filled with trust, tenderness, and emotional security. No drama, no performance – just connection. This experience deeply shaped Sandra’s artistic direction and strengthened her desire to work with real relationships.

A key topic is her strong preference for black-and-white photography. Color, she explains, can distract from emotion. Monochrome reduces the image to expression, gesture, and presence. Her goal is to create images that already feel complete in-camera – a mindset that reflects her calm and intentional approach.

Sandra doesn’t see herself as a service provider. Letting go of commercial pressure allows her to work freely and intuitively. This freedom also draws her increasingly toward analog photography, with its slower pace, tactile processes, and conscious decisions.

One of the most fascinating aspects is interpretation. Images don’t tell one single story. Viewers bring their own emotions, memories, and perspectives – often discovering meanings the photographer never intended. For Sandra, this openness is where photography becomes truly alive.

This episode is an invitation to see photography as a relationship – between people, light, and moment.

🏷️ Schlagworte

Keywords

Emotionen, Vertrauen, Schwarz-Weiß, Aktfotografie, kreative Prozesse, soziale Medien, Feedback, Locations, Bildbearbeitung, analog, Inszenierung, Ausstellung, männliche Models, Musik, persönliche Entwicklung, Stille

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