ⓦ 470 Bilder machen statt schießen – Slow Fotografie und Ortsfamiliarität mit Bernd Grosseck

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In dieser Folge begegnen sich Bernd Grosseck und Thomas erneut – zufällig genau 100 Episoden nach ihrem ersten Gespräch. Im Zentrum steht diesmal nicht nur Fotografie, sondern eine Haltung: Slow Photography. Bernd beschreibt, wie eine gesundheitliche Auszeit ihn dazu gebracht hat, Fotografie neu zu denken – bewusster, langsamer und näher am eigenen Erleben.

Dabei geht es weniger um Technik und mehr um Aufmerksamkeit. Statt möglichst viele Bilder zu machen, steht das Erleben im Vordergrund. Ein Spaziergang ohne „perfektes Foto“ kann genauso wertvoll sein wie ein erfolgreicher Shot. Diese Haltung verändert den Blick: Motive entstehen nicht durch Suche, sondern durch Präsenz.

Der Blick hinter die Oberfläche

Ein zentrales Thema ist das bewusste Sehen im eigenen Umfeld. Bernd zeigt anhand seines Graz-Projekts, wie vertraute Orte durch Licht, Schatten und Perspektivwechsel völlig neu wirken können. Statt Postkartenmotive zu reproduzieren, sucht er nach ungewöhnlichen Blickwinkeln – etwa durch Rahmungen, Details oder gezieltes Warten auf den richtigen Moment.

Auch Einschränkung spielt eine wichtige Rolle: eine feste Brennweite, weniger Equipment, weniger Auswahl. Paradox, aber wahr – weniger Optionen führen zu mehr Kreativität.

Am Ende geht es um drei Dinge: sich auf Orte einlassen, die eigene Komfortzone verlassen und in Projekten denken. Fotografie wird so zu einem Prozess – nicht zum schnellen Ergebnis.

Wann hast du zuletzt wirklich gesehen, statt nur fotografiert?

⏱️ Zeitstempel und Kapitel

  • 00:00 Wiedersehen nach 100 Folgen

  • 02:50 Der Weg zur Slow-Fotografie

  • 05:53 Ortsfamiliarität und die Entdeckung der Umgebung

  • 08:41 Der kreative Prozess und die Bedeutung des Erlebens

  • 11:44 Minimalismus in der Fotografie

  • 14:56 Die Bedeutung von Licht und Perspektive

  • 17:33 Graz: Andere Perspektive auf die Oper

  • 23:34 Graz: Mehlplatz und Uhrturm

  • 26:52 Sehenswürdigkeiten aus neuen Blickwinkeln

  • 33:02 Bilder machen nicht schießen

  • 37:52 Slow Photography und Achtsamkeit

  • 40:54 Mit einer Projektidee fotografieren

  • 42:32 Das perfekte Motiv: Licht und Schatten in der Fotografie

  • 45:20 Die Entdeckung von Motiven: Wiederholte Besuche und neue Perspektiven

  • 46:48 Street-Fotografie: Sound of Silence - Einsamkeit vs Alleinsein

  • 48:48 Die Erkundung unbekannter Orte: Entdeckungsreise in der Fotografie

  • 50:43 Graz-Fotoprojekt im Pictures-Magazin

  • 52:39 Geschichte des Slow-Food in Italien

  • 55:25 Vivian Maier: Die erste Slow-Fotografin und ihr Erbe

  • 58:17 Feedback und Spende an weekly52

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🇬🇧 Taking pictures instead of shooting – a change of perspective with Bernd Grosseck

This episode explores slow photography as a mindful approach to image-making. Bernd Grosseck explains how shifting focus from results to experience transformed his photography.

Instead of chasing perfect shots, it’s about slowing down, observing light, and engaging deeply with places. Familiar environments become new again through patience and perspective.

Limitation plays a key role—using one lens, reducing gear, and focusing attention. This leads to more intentional images. Projects also help create direction and meaning beyond single photos. The episode is an invitation to rethink photography.

What happens when you slow down and truly start to see?


🏷️ Schlagworte

Slow Photography, Fotografie, Achtsamkeit, Kreativität, Wahrnehmung, Street Photography, Minimalismus, Licht und Schatten, Bildgestaltung, Fotoprojekt, Inspiration, Analogfotografie, Perspektive, Entschleunigung, visuelles Storytelling

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