Warum Fotobücher mehr sind als nur gedruckte Bilder
In dieser Podcastfolge tauchen Dominika Pancewicz und Thomas Füngerlings tief in die Welt der Fotobücher ein. Ausgangspunkt ist eine einfache, aber spannende Frage: Warum kaufen wir heute überhaupt noch Fotobücher, obwohl wir täglich tausende Bilder auf Instagram, Webseiten und Smartphones sehen können? Die Antwort lautet überraschend ähnlich: Fotobücher entschleunigen. Sie laden dazu ein, Bilder bewusst zu betrachten, Zusammenhänge zu entdecken und einer fotografischen Geschichte mit mehr Aufmerksamkeit zu folgen.
Im Mittelpunkt stehen vier sehr unterschiedliche Bücher. Besonders beeindruckt zeigt sich das Duo von Arthur Meehans „The Silence of Time“. Das kleine, zurückhaltend gestaltete Buch verbindet persönliche Texte mit sensiblen Fotografien von Natur, Menschen und alltäglichen Momenten. Nach und nach entfaltet sich eine autobiografische Geschichte über Verlust, Familie, Selbstreflexion und Heilung. Die beiden sprechen darüber, wie Fotografie dabei helfen kann, das eigene Leben besser zu verstehen und Gefühle sichtbar zu machen, die sich oft nur schwer in Worte fassen lassen. https://www.arthurmeehan.com/thesilenceoftime
Inspiration, Erinnerung und persönliche Handschrift
Ein völlig anderes Gefühl vermittelt Will McBrides „My Siexties“. Die Bilder wirken wie eine Zeitreise in die 1960er Jahre und zeigen Freundschaften, Freiheit, Liebe und Lebensfreude. Thomas und Domi diskutieren darüber, warum diese Aufnahmen auch heute noch so kraftvoll wirken. Ein wichtiger Gedanke dabei: Die Fotografien entstehen aus echter Nähe und Verbundenheit zu den Menschen vor der Kamera. Dadurch wirken die Bilder ehrlich, lebendig und zeitlos.
Als Kontrast betrachten die beiden schließlich ein Buch des Malers Edward B. Gordon „Painting Berlin“. Dabei entsteht ein spannender Austausch darüber, was Fotograf:innen von Malerei lernen können, etwa beim Bildaufbau, bei Kompositionen oder beim bewussten Weglassen unwichtiger Elemente.
Zum Abschluss kehren sie zu Thomas Leuthards Streetfotografie zurück. Seine Arbeiten zeigen, wie stark ein klarer Stil, konsequente Beobachtung und kreative Perspektiven eine fotografische Handschrift prägen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass jeder kreative Weg unterschiedlich aussieht: Manche Fotograf:innen erzählen persönliche Geschichten, andere dokumentieren flüchtige Momente des Alltags. Hier gibts Thomas Leuthard free eBooks Collection kostenlos zum Download: https://weekly52.de/weekly/leuthard-ebooks
Die Folge macht Lust darauf, das eigene Bücherregal neu zu entdecken und sich zu fragen: Welche Bilder oder Fotobücher haben deinen fotografischen Blick nachhaltig verändert? Teile deine Gedanken gerne in den Kommentaren.
⏱️ Zeitstempel und Kapitel
00:00 Warum wir heute noch Fotobücher kaufen
06:30 Arthur Meehan „The Silence of Time“ https://www.arthurmeehan.com/thesilenceoftime
09:00 Bildsprache: Persönliche Geschichten, Verlust und Heilung
16:00 Eigene fotografische Bücher und Autobiografie
18:00 Will McBride „My Sixties“
20:15 Analog, Digital und die Bedeutung des Suchers
24:00 Würden heutige Partybilder ähnlich wirken?
29:40 Edward B. Gordon „Painting Berlin“
33:00 Was Fotografie von Malerei lernen kann
37:00 Thomas Leuthard und Streetfotografie
45:30 Welches Buch prägt den eigenen Stil?
48:00 Ausblick auf die 500. Folge
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🇬🇧 Why Photo Books Still Matter
In this episode, Dominika and Thomas explore the enduring appeal of photo books in a world flooded with digital images. Surrounded by social media feeds, online galleries and endless scrolling, they ask a simple question: why do photographers and photography lovers still buy photo books?
Their answer centers on attention and intention. Unlike digital platforms, photo books encourage a slower experience. They invite readers to spend time with images, discover connections between photographs and immerse themselves in a carefully crafted visual narrative.
A major part of the discussion focuses on Arthur Meehan’s “The Silence of Time.” Although physically small and understated, the book leaves a powerful impression. Through a thoughtful combination of photographs and short text passages, Meehan tells a deeply personal story involving family, grief, recovery and self understanding. Thomas and Domi admire the quiet way the story unfolds, allowing readers to gradually connect the dots rather than presenting everything directly.
Inspiration, Emotion and Creative Identity
The conversation then shifts to Will McBride’s “My Sixties,” a collection that captures the spirit, freedom and intimacy of the 1960s. The images feel authentic and alive because McBride photographed people from within his own circles of friends, family and everyday life. The hosts reflect on how these photographs still resonate today because of their emotional honesty and human connection.
As a contrast, they also discuss a book by painter Edward B. Gordon. While not a photography book, it sparks an interesting conversation about composition, observation and what photographers can learn from painting. They consider how artists make deliberate visual choices and how photographers can apply similar thinking to their own work.
The episode concludes with a discussion of Thomas Leuthard’s street photography and the importance of developing a recognizable visual voice. Whether through deeply personal projects or observational street work, the hosts agree that meaningful photography comes from curiosity, authenticity and a willingness to explore.
More than a discussion about books, this episode becomes a reflection on creativity, storytelling and personal growth through photography. Which photo book has influenced the way you see the world? We'd love to hear your thoughts.
🏷️ Schlagworte
Fotobuch, Fotografie, Street Photography, Bildsprache, Storytelling, Inspiration, Kreativität, Fine Art Photography, Visual Storytelling, Analogfotografie, Künstlerbuch, Bildkomposition, Persönliche Projekte, Wahrnehmung, Fotokunst, Photography Books, Creative Process, Emotion, Documentary Photography, Achtsamkeit

