ⓦ 484 Das Kleine im Großen – Makrofotografie und Lost Places mit Maria Camphausen
Makro, Lost Places und die Kunst des genauen Hinsehens
In dieser Folge spricht Thomas mit Tierärztin und Fotografin Maria Camphausen, die seit 2019 fotografiert und neben Streetfotografie vor allem zwei besondere Leidenschaften hat: Makrofotografie und Lost Places. Schon früh entdeckte sie die Faszination für das Kleine im Großen. Sie erzählt, wie sie mit einer einfachen Canon und günstigen Makrolinsen begann: „Ich habe mir solche kleinen Makrolinsen geholt für 30 Euro… bevor ich investiere, gucke ich erstmal, ob es was für mich ist.“
Maria beschreibt Makrofotografie als eine Art Meditation. Sie spricht darüber, wie wichtig Ruhe, Atmung und Körperkontrolle sind, wenn man frei aus der Hand fotografiert. Für sie ist Makro eine Form der Achtsamkeit: ein Eintauchen in eine Welt, die parallel zu unserer existiert, aber oft übersehen wird. Besonders spannend wird es, wenn sie erzählt, wie sie mit Licht arbeitet, wie sie Perspektiven sucht und warum sie bewusst auf Fokus-Stacking oder starke Blitztechnik verzichtet aus Respekt vor den Tieren und zugunsten des Erlebnisses.
Im zweiten Teil geht es um Lost Places. Maria berichtet offen über die Mischung aus Nervenkitzel, fotografischer Neugier und dokumentarischem Interesse. Sie betont die Grundregel: „Hinterlasse nichts als Fußabdrücke und nimm nichts mit außer Fotos.“ Gleichzeitig beschreibt sie die Risiken: verrottete Böden, Schimmel, Einsturzgefahr und die rechtliche Grauzone. Besonders eindrucksvoll sind ihre Geschichten über verlassene Kliniken, Kasernen und eine Lagerhalle, in der sie ein verbranntes Klavier fand: „Das war ein Riesenglück… das war wirklich ein Glücksfall.“
Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich Makro und Lost Places sind und wie beide Genres Maria helfen, die Welt bewusster wahrzunehmen. Makro bringt Ruhe, Lost Places bringen Adrenalin. Gemeinsam ergeben sie ein fotografisches Spannungsfeld, das inspiriert und neugierig macht.
Was entdeckst du, wenn du genauer hinschaust — im Kleinen oder im Verfallenen? Schreib’s gern in die Kommentare.
⏱️ Zeitstempel und Kapitel
00:00 Vorstellung Maria Camphausen und Grüße an den Strassenjäger
03:15 Wie sie zur Makrofotografie kam
07:17 Makro als Achtsamkeit & Ruhepol
09:19 Bildbesprechung: Marienkäfer
14:06 Glücksmoment: Bienen und Libellen
16:04 Die Faszination von Insekten und deren Farben
17:52 Die Geduld der Naturfotografie
19:03 Achtsamkeit in der Naturfotografie - Pilze, Licht & Perspektiven
28:30 Der Durchbruch in die Welt der Fotografie 😀
32:33 Faszination der Natur und ihre kleinen Wunder
36:29 Schnecke, Spinne, Bienen & Naturmomente
43:55 Die Ausrüstung für Makrofotografie
45:50 Lost Places: Der Nervenkitzel verlassener Orte
51:29 Kliniken, Kasernen & Geisterdörfer
55:19 Balance zwischen Dokumentation und künstlerischer Interpretation
01:00:58 Faszinierende Story mit einem Klavier, verbrannten Noten und einem Buch
01:04:35 Leuchtender Kanister in der Halle
01:06:27 Die Bedeutung von Licht und Perspektive
01:08:27 Schwarz-Weiß vs. Farbe
01:11:39 Foto-Tipps: Spinde & Gewaltspuren
01:18:33 Ist Tschernobyl der ultimative Kick?
01:20:52 # Hashtag Kekse
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Willkommen zu einer neuen Folge von weekly52. Heute tauchen wir ein in eine Welt, die wir alle kennen — und doch kaum wirklich sehen. Eine Welt aus feinen Strukturen, leuchtenden Farben, stillen Begegnungen und winzigen Dramen.
Zu Gast ist die Fotografin Maria Camphausen, deren Makroaufnahmen zeigen, wie faszinierend und erzählerisch Natur im Kleinen sein kann. Ihre Bilder wirken wie visuelle Gedichte: eine Libelle im warmen Abendlicht, ein Pilz, der im Moos leuchtet, ein Marienkäfer auf einer spiralförmigen Blattkante oder eine Biene im Moment des Schwebens.
Mit Maria sprechen wir darüber, wie solche Aufnahmen entstehen, über Geduld, Technik, Licht, Objektive, Hilfsmittel und darüber, wie man Motive findet, die andere übersehen. Und wir entdecken, warum Makrofotografie nicht nur ein fotografisches Genre ist, sondern eine Haltung: langsamer schauen, genauer fühlen, tiefer eintauchen.
Freut euch auf ein Gespräch, das uns die Natur neu sehen lässt.
Maria widmet sich mit besonderer Sensibilität auch dem Thema Lost Places. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine klare, atmosphärische Bildsprache aus, in der Farben, Licht und Stille zu erzählerischen Elementen werden. In ihren Fotografien verbindet sie dokumentarische Neugier mit künstlerischem Feingefühl und schafft es, vergessenen Räumen eine neue Stimme zu geben.
Ob bröckelnde Wände, verlassene Industriehallen oder fragile Details im Verfall – Maria fängt Momente zwischen Vergangenheit und Gegenwart ein und macht sichtbar, was sonst im Dunkeln verschwinden würde. Ihre Bilder sind weniger reine Abbildungen als vielmehr Stimmungsräume, die Geschichten andeuten und Emotionen wecken.
Mit ihrem Portfolio zeigt sie, wie kraftvoll Fotografie sein kann, wenn man sich Zeit nimmt hinzusehen, zu fühlen und Orte sprechen zu lassen.
🇬🇧 Macro, Lost Places and the Art of Seeing
Thomas talks with photographer Maria Camphausen about her two creative worlds: macro photography and lost places. Maria explains how macro helps her slow down, breathe and focus on tiny details: “I always leave calmer than I entered.” She shares her approach to light, perspective and why she prefers a natural, minimal‑tech workflow.
Lost places, on the other hand, bring adrenaline: abandoned clinics, barracks, halls full of decay and history. Maria talks about danger, respect and the thrill of discovery — including a burned piano she stumbled upon.
The episode shows how photography can be both meditative and adventurous.
Which world fascinates you more — the tiny or the forgotten?
🏷️ Schlagworte
Fotografie, Makrofotografie, Lost Places, Kreativität, Inspiration, Achtsamkeit, Licht, Natur, Verfall, Abenteuer, Perspektive, Künstlerinnen, Podcast, Storytelling, Entdeckung, Naturfotografie, Insekten, Blumen, Technik, Tipps, Makroobjektive, Dokumentation, Verfallene Orte, urbane Erkundung

